SCRIPTED ECSTASY ODER DIE KUNST, TEIL DES SYSTEMS ZU SEIN
(zum Begleitheft)

Uraufführung am 26. Mai im Stadttheater Wunstorf

Weitere Aufführungen am 31. Mai und 1. Juni 2016 im Stadttheater Wunstorf

Am 9. Juni 2016 Aufführung im Ballhof Eins, Schauspiel Hannover im Rahmen des Festivals „Jugend spielt für Jugend“

Am 4. April 2017 um 19:30 Uhr im Ballhof Eins, Hannover

Berwerbung bei den Berliner Festspielen für das „Theatertreffen der Jugend“ 2017

 

24 Jugendliche auf der Suche nach sich selbst. Sie durchwandern typische Situationen, in denen sie sich der Frage „Wer bin ich und wer will ich sein?“ stellen. Es geht um die Entdeckung der eigenen Möglichkeiten, um die Überschreitung von Grenzen, um den Mut, das Schein / die Pose gegen das sein einzutauschen. Das Stück ist in performativer, experimenteller Arbeit im Laufe eines Schuljahres entstanden, die Texte sind Kompilationen eigener Antworten auf die Fragen: Was ist Liebe, wie habt ihr als Kinder die Jugendlichen wahrgenommen, was heißt Erwachsesein für euch? Die Technik des Live-Videos führt die Zuschauer in einzelnen Situationen ganz nahe an die Betroffenen, während die gesamte Gruppe die ganze Zeit auf der Bühne ist und damit verdeutlicht, dass dieser Prozess des Erwachsenenwerdens alle angeht. Thematisch durchläuft die Gruppe die Stationen Kindsein, Körperveränderung, Psyche, Liebe und Freundschaft und steigert sich in einen Rausch hinein. Klar, Umsetzungsideen wie die WC-Szene, die religöse Metaphorik, die Modelshow oder das Haulvideo können unter Umständen als Kritik an diesen interpretiert werden. Uns ging es dabei aber nicht um Kritik der äußeren Umstände, der „Gesellschaft“ (die wir doch selbst sind - daher auch der Untertitel „Die Kunst, Teil des Systems zusein“), sondern es ging uns primär darum, die eigenen Wünsche, Träume, Enttäuschung, Schmerz und die Orientierungslosigkeit künstlerisch-abstrakt auszudrücken und dabei den Spaß an der Kunst nicht zu vergessen. Jung und frech und Teil des Systems - Scripted Ecstasy.

Die Jury des Festivals „Jugend spielt für Jugend“ schrieb der Gruppe die folgende Rückmeldung:

„Über 20 Jugendliche beschäftigen sich mit dem Thema „Pubertät und Erwachsenwerden“. Man verändert sich. Plötzlich gibt es da Probleme und Sorgen, die früher noch nicht da waren. Das Pubertier schreitet voran und keiner hat die Macht, es aufzuhalten. Es reißt einen mit in die Absurdität unkontrollierbarer Hormonwelten, in einen Rauschzustand der Orientierungslosigkeit.
Was ihr daraus gemacht habt, war ungefähr das Gegenteil von einem Griff ins Klo.
Eure Szenencollage hat uns in ihrer Buntheit, Schrillheit, in eurem Mut, eurer Spiellust, den vielen Formen, die ihr ausprobiert habt, der Intelligenz, mit der ihr uns immer wieder überrascht habt, und eurem schlitzohrigen Humor restlos begeistert. Ihr habt euch euer Stückthema gepackt, es an euch gerissen und bis zum letzten Rest ausgepresst. Ihr seid ein Ensemble, das agiert, als wärt ihr füreinander geschaffen. Ihr achtet aufeinander, spielt miteinander. Es macht einfach Spaß, euch zuzusehen; am liebsten hätten wir mitgespielt.
Also bitte: Bloß nicht erwachsen werden!

Hiermit verleihen wir euch den 1. Preis in der Kategorie „Freakigstes, ekstatischstes Pubertierical“, verbunden mit einer Aufführung im Ballhof samt Werbematerial und Radiointerview.“

 
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