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Nur ein Unfall ?
Nach dem Original von Petra Seedorffs: Leben - Traum - Tod
Die Aufführungen fanden am 11.06.2002 sowie am 12.06.2002 in der Aula des Hölty-Gymnasiums statt.
   Handlung:
Sarah ist 18 Jahre alt. Man könnte meinen, sie stehe ihrem Leben voller Spannung und Erwartung gegenüber; sie hat ja noch alles vor sich. Doch dann liegt sie auf dem Friedhof. Sie fühlt sich aufgerieben zwischen homosexueller Liebe, einem Konflikt mit ihrer Mutter und den Ansprüchen ihrer Lehrer, nur verstanden von ihrem todkranken Onkel.

War ihr Leben nur ein Unfall? - oder ihr Tod?

Die Handlung wird aus dem Totenreich reflektiert und von einer Grabfigur und zwei Frauen kommentiert.

Ein Stück von ungeheurer Aktualität - nicht erst seit Erfurt. Denn die Verzweiflung junger Menschen an und in der bestehenden Gesellschaft war schon immer Thema der Literatur und wird es auch immer bleiben.


Besetzung :
Grabfigur Sabrina Schäfer/Jana Rosenau
Mädchen (die ewige Sarah) Laura-Jane Freutel
Clara Linda Meier
Johanna Katja Tiefenbach
Sarah (18, Abiturientin) Karoline Neuenfeld
Laura Maria Schelisch
Tom Moritz Baier
Nick / Lehrer Holger Kammeyer
Sarahs Mutter Anna Engel
Nora Weinert Alena Sperber
Onkel Andy / Alter Bastian Lubs
Zwei Jungen Felix Engel und Tim Hannemann
Punk Katharina Ramke
eine Frau Jo-Anna Meth
Licht- und Tontechnik Wieland Brendel und Oliver Tegeler
Souffleuse Alexandra Samartzis
Leitung Marion Welge-Hanka



Presse

Die Leine Zeitung schrieb:

Sarahs Leben nur ein Unfall
Theater im Hölty-Gymnasium
Die Theater-AG der Mittelstufe am Hölty-Gymnasium hat das Stück Leben, Traum, Tod" von Petra Seedorff aufgeführt. Anderthalb Stunden lang ging es um bittere, aktuelle Wirklichkeit - auf die Bühne gebracht von jungen Menschen, die offensichtlich keine Scheu haben, sich den Schattenseiten unserer Gesellschaft zuzuwenden.
Das Stück beginnt und endet auf dem Friedhof. Eine Grabfigur und zwei (tote) Frauen unterhalten sich. Eine dritte, jung verstorbene Frau stößt hinzu: Sarah. Der Spielort Friedhof bleibt links vom Rand der eigentlichen Bühne aufgebaut. Und Sarah gibt es gleich zweimal: auf dem Firedhof, einfühlsam gespielt von Laura-Jane Freutel, und als Heldin ihrer Geschichteauf der Hauptbühne, eindrucksvoll dargestellt von Karoline Neuenfeld.
Das Stück zeigt, wie Sarah immer wieder aneckt: In der Schule tyrannisierensie der Lehrer, den Holger Kammeyer souverän verkörpert. Sie verliebt sich in ihre Freundin Laura, überzeugend dargestellt von Maria Schelisch - und wird zurückgewiesen. Mit ihrer lieblosen Mutter, bravourös gespielt von Ana Engel. Einzig Onkel Andy, den Bastian Lubs sehr sympathisch auf die Bühne bringt, hat Verständnis - doch er ist zum Sterben verurteilt.
Das Stück stellt hohe Anforderungen an die Schauspieler: Bei den vielen Monologen kommt Alexandra Samartzis als Souffleuse zum Einsatz. Doch die Schüler haben troztdem ihren Spass. Mit viel Elan bewerkstelligen sie Umbauarbeiten. Sabrina Schäfer als Grabfigur tauscht bei der zweiten Aufführung ihre Rolle mit Jana Struss, die bei der Premiere für die Requisiten zuständig war - und in einer Szene die Fahrradklingel als Haustür´glocke nicht finden konnte. "Ding, dong", rief sie kurzerhand ins Publikum.



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