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Das Leben des Galileo Galilei
von Berthold Brecht
Aufgeführt am Freitag, den 13. Juni 2008 um 20:00 Uhr im Stadttheater Wunstorf
Im Mittelpunkt des Stücks von Berthold Brecht steht der Kampf um Wahrheit und Vernunft sowie die Bedeutung der Wissenschaft für den gesellschaftlichen Fortschritt, wobei Brecht in der historischen Gegenüberstellung von
Renaissance und der Situation im nationalsozialistischen Deutschland auch den antifaschistischen Widerstandskampf integriert. Das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft wird Exemplarisch an einem historischen Fall gezeigt.

Brecht benutzt das Mittel der Verfremdung, um seine Inhalte dem Zuschauer nahe zu bringen, zum Beispiel in Form von Kommentaren und musikalischen Unterbrechungen.
So sollen sich Musik und Text - zum Beispiel in den Songs - nicht ergänzen, indem die Musik den Text"untermalt". Sie soll vielmehr eine konträre Wirkung anstreben, die es dem Zuschauer ermöglicht, mit seinem Urteil"dazwischenzukommen".

Brecht schreibt über die fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit:
"Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest 5 schwierigkeiten zu überwinden. Er muss den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird; die Kunst, sie handhabbar zu machen als eine Waffe; das Urteil, jeneauszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird; die List, sie unter diesen zu verbreiten. Diese Schwierigkeiten sind groß für die unter dem Faschismus Schreibeneden, sie bestehen aber auch für die, welche verjagt wurden oder geflohen sind, ja sogar für solche, die in den Ländern der bürgerlichen Freiheit schreiben" (22,74).


Besetzung :
Galileo Galilei Alexander Schmidt
Andrea Sarti; sein Schüler Constantin Alt
Frau Sarti; Galileis Haushälterin Paulin Pallenberg
Ludovico Marsili Ana Mühle Braga
Der Kurator der Universität Padua Torsten Pioch
Virgina; Galileis Tochter Sophia Reich
Federzoni; ein Linsenschleifer Torsten Pioch
Cosmo de Medici; Großherzog von Florenz Neele Dikmann
Der Philosoph Inga Butenschön
Der Mathematiker Christine Loges
Ein dicker Prälat Constantin Alt
Der Gelehrte Christine Loges
Ein Mönch Inga Butenschön
Ein zweiter Mönch Annabella Hennemann
Ein Astronom Linda Schwich
Ein zweiter Astronom Laila Vincent
Der sehr alte Kardinal Melanie Schaper
Clavius; Astronom Sophia Reich
Ein Grenzwächter Linda Schwich
Ein Schreiber Laila Vincent
Lehrerin Wiebke Stein
Schüler Alle
Leitung Marion Welge-Hanka


Für Musikalische Beiträge sorgten :
musical team, eight to the bar, Jugendchor, nightingales und four o'clock unter der Leitung von Christiane Kampe. Am Klavier spielte Friedrich Kampe und am Kontrabass Teofil Merchisan.


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